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ein Update zum #neidgate

Jaja … wenn’s um Geld geht …offensichtlich wird dann alles weitere ausgeblendet. Augenscheinlich sind viele dann noch nicht mal in der Lage einige Zeilen konzentriert zu lesen – dabei habe ich mir schon Mühe gegeben, meinen Blogbeitrag vorgestern wirklich kurz zu halten. Weil die deutlichen Worte dann vorgestern wohl Interpretation zuließen (huh!), hier noch einige Ergänzungen:

Der Bedarf eines Menschen ist absolut individuell.  Ich persönlich käme mit 3.000 Euro monatlich nicht zurecht.

Wo genau ist da der Interpretationsspielraum? Nirgendwo steht hier, so wie mir vorgeworfen wird, ich könne mit 3.000 Euro nicht leben. Ich käme damit nicht zurecht. Das liegt daran, dass mein Nettohaushaltseinkommen seit Jahren darüber liegt. Das hat in erster Linie nichts mit meinem Mandat zu tun. Ich könnte es mir nun einfach machen und hier eine Ein- und Ausgabenrechnung unserer Familie präsentieren. Aber nein, das geht an der Stelle deutlich zu weit, hier steht der persönliche Schutz meiner Familie im Vordergrund. Ich will es dennoch versuchen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Allein wenn ich mir unser Haus angucke, dürfte der Bedarf klar werden: Wir haben uns vor rund drei Jahren ein Haus gekauft. Insgesamt zahle ich für die Haus (Finanzierung, – und Nebenkosten monatlich ca. einen Betrag von 1.500 Euro (jaja … natürlich habe ich das freiwillig gekauft. Ebenso habe ich mir freiwillig drei Kinder angeschafft und ne Frau). Wenn ich diesen Betrag von den 3.000 Euro abziehe, komme ich auf verbleibende 1.500 Euro. Wenn ich der Berechnung auf http://www.sozialhilfe24.de Glauben schenken darf, liegt der Hartz4-Satz bei einer fünfköpfigen Familie wie meiner bei knapp 1.400 Euro (zzgl. Mietkosten).

Die Rechnung hier hat nichts mit meiner jetzigen finanziellen Situation zu tun. Mein zu erwartendes Durchschnittsnetto hat sich noch mal leicht verbessert und liegt auch deutlich über den 3.000 Euro. In dem Beitrag bei Sat.1-NRW habe ich gestern eine Beispielrechnung aufgemacht, die auf 3.400 Euro netto kommt.

Berücksichtigt darin ist übrigens eine monatliche Spende von durchschnittlich etwa 500 Euro an die Piratenpartei. Und damit kommen wir dann auch zu diesem sehr spannenden Bereich. Ja natürlich werde ich spenden. So wie vorher auch schon und noch etwas mehr durch meine verbesserte finanzielle Situation und vor allem auch aus dem moralischen Aspekt heraus. Was ich mir aber vorgenommen habe, ist, dass ich Partei- und Fremdspenden etwa auf gleichem Niveau halten werde. Sicher wird der Bundestagswahlkampf da im nächsten Jahr eine Ausnahme, aber was regelmäßige Spenden angeht, so werde ich so verfahren. Ich hatte ja schon öfter erwähnt, dass ich natürlich die empfohlenen 1% des Bruttoeinkommens an die Partei spenden werde. Das sind bei mir jährlich etwa 1500 Euro. Diese Spende wird an die Bundespartei gehen. Weitere Beträge werde ich, wie bisher auch, nach Bedarf einsetzen (wie zuletzt im Landtagswahlkampf oder bei der 100K-Aktion des Bundes). Übrigens: es gibt auch immer ganz viele Spenden und Zuwendungen, die leider nicht offiziell irgendwo auftauchen … einfach mit bedenken!

Insgesamt gehe ich davon aus, dass die @20Piraten sehr fleissig in Sachen Spenden sein werden, siehe hierzu auch meinen Tweet von gestern abend:

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass die @20piraten am Ende des Jahres die Top20 der Spender in NRW abbilden. Gute Nacht.

Ich halte es aber für falsch, auch wenn ich mich selbst da ganz sicher nicht verstecken muss, das irgendwie gegeneinander aufzuwiegen.

Noch was Persönliches zum Ende dieses Blogs:

Es ist schon sehr energieraubend, sich innerhalb der Partei für sowas rechtfertigen zu müssen. Ich vermutete bislang, dass wir gewählt wurden, um unsere piratigen Ansicht im Landtag einbringen zu können bzw. in den dortigen Gremien. Aber genau damit werde ich mich dann in den nächsten Tagen wieder beschäftigen und politisch weiterarbeiten. Wenn ihr derweil sinnvolle Projekte habt, die finanziell zu unterstützen sind, wisst ihr ja, wie ihr mich erreichen könnt.

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