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Oberhausen verzeichnet überdurchschnittlichen Anstieg von Inobhutnahmen

Auf Anfrage der Piratenfraktion im Landtag NRW teilte das Ministerium für Familie, Kinder und Jugend mit, dass die Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen um 34,2% gestiegen sind. 

Allein in Oberhausen wurden 161 Kinder im Jahr 2011 zeitweise von ihren Familien getrennt. Gegenüber den Zahlen aus 2002 (73 Fälle) entspricht dies einer Steigerung von 120,5%.

Hierzu erklärt der familienpolitische Sprecher der Piratenfraktion, Daniel Düngel: 

„Der starke Anstieg muss kritisch hinterfragt werden. Die mögliche Schlussfolgerung, dass Nachbarn und Verwandte aufmerksamer gegenüber auffälligen Situationen sind, ist zwar ein positiver Aspekt, aber zu kurz gedacht. Schließlich werden in NRW über 10.000 Kinder aus unterschiedlichen Gründen von ihren Familien getrennt. 

Wir sind der Auffassung, dass langfristige Lösungsansätze bei Konflikten in Familien gefunden werden müssen, um den Zusammenhalt der Familie zu stärken. Dazu gehört ein Ausbau der Präventionsmaßnahmen von Beratungsangeboten für Eltern und altersgerechte Hilfsangebote für Kinder. Außerdem plädieren wir für mehr Kontrollinstanzen, die auch aus Eltern- und Kindersicht überprüfen, ob ein Fall von Inobhutnahme gerechtfertigt ist.“

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